Das Haus stammt vermutlich schon aus dem 19. Jahrhundert. Aufzeichnungen existieren leider nicht mehr.

Bekannt aber ist, dass der älteste Teil des Hauses schon mal als Fachwerkscheune im oberen Teil Brölecks (damals Felderhof) stand, dort abgetragen und hier in idyllischer Lage direkt an der Bröl in Felderhoferbrücke, dem unteren Teil des Dorfes, wieder aufgebaut wurde.

Übrigens, Bröleck deshalb, weil die Hombacher Bröl und die Waldbröl hier zusammenfließen und gemeinsam als Bröl in Hennef in die Sieg mündet.

Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts waren die Ortschaften des engen Bröltales zwischen Hennef und Waldbröl verkehrsmäßig völlig unerschlossen und die Mensch ernährten sich in diesem Tal mehr schlecht als recht vom Ackerbau und der Viehzucht.

Das änderte sich ab 1820 als man bei Ruppichteroth Eisenerz und Kalkstein entdeckte. Zuerst aber mußte durch das gesamte Bröltal eine befestigte Straße gebaut werden, deren Verlauf noch der heutigen B 478 entspricht.

Mit Karren, die von Pferden und Ochsen gezogen wurden, wurde anfänglich der beschwerliche Transport bis Hennef bewerkstelligt und dort wurde der Kalk und das Erz in Eisenbahnwaggons zum Abtransport zur Friedrich-Wilhelm-Hütte im heutigen Troisdorf umgeladen.

Für den Transport des Erzes wurde eigens die Rhein-Sieg-Eisenbahn errichtet. Zunächst fuhr diese zwischen Hennef und Schönenberg und von dort aus in das Saurenbachtal. Später wurde diese Eisenbahnlinie bis Ruppichteroth und dann bis nach Waldbröl verlängert.

Der Abbau des Eisenerzes gab für einige Zeit einer großen Menge von Bürgern eine Möglichkeit des Broterwerbs. Der Abbau wurde aber nur von der Mitte des 18. Jh. bis ca. 1870 durchgeführt, da die Gruben nur eine geringe Ergiebigkeit hatten.

Nach Einstellung des Erzabbaus haben sich die Menschen wieder der Landwirtschaft zugewandt. Die bestehende Eisenbahnlinie wurde im Bereich des Personenverkehrs aufrecht erhalten.

Später wurde das Schlachtvieh mittels dieser Rhein-Sieg-Eisenbahn zu den Schlachthöfen in Köln und Bonn gefahren. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn fuhr genau über die Felderhoferbrücke an der Bauernschänke vorbei. Dadurch war die Bauernschänke nicht nur Dorfgaststätte, sondern auch Viehumschlagplatz, TÜV-Abnahme für Traktoren und Treffpunkt für Bauern und Viehhändler.

Dabei war es üblich beim Begutachten der Tiere auf dem Platz vor der Bauernschänke die „Kaufverträge" per Handschlag abzuwickeln. Meistens wurde dann der Verkauf mit dem ein oder anderen Schnäpschen besiegelt. Dazu wurde nicht selten aus der benachbarten „Glücksthaler Kornbrennerei" 25 Liter Fässer „Bergisch Jüppchen" oder „Kniewärmer" als Nachschub auf dem Leiterwagen herangefahren.

"Kniewärmer" bieten wir übrigens bis zum heutigen Tage an. Und auch Treffpunkt ist ist die Bauernschänke bis heute geblieben:

Nette Leute treffen - Schwätzchen halten - lecker Essen und Trinken und natürlich gute Musik hören !